Onlineshopping ist weiter im Trend. Rund drei von zehn Einkäufen in Deutschland werden über das Internet erledigt, genauso viele wie im Corona-Jahr 2020. 27 Prozent der Befragten kaufen mindestens die Hälfte ihrer Waren und Dienstleistungen online.
Zu diesem Ergebnis kommt die Postbank Digitalstudie 2024. Bereits im zehnten Jahr in Folge untersucht diese, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung abzeichnen. 3.171 Einwohnerinnen und Einwohner wurden hierfür im April dieses Jahres befragt. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2021 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt.
Der Studie zufolge sind vor allem jüngere Menschen dem E-Commerce gegenüber deutlich aufgeschlossen: Die Digital Natives (unter 40 Jahre) besorgen 40 Prozent ihrer Waren online – 13 Prozentpunkte mehr als die Digital Immigrants (ab 40 Jahre). Auch die Gründe für das Online-Shopping variieren stark zwischen Alt und Jung. Während die bequeme Zustellung nach Hause für Online-Kaufende in beiden Generationen der Hauptgrund bleibt, liegt der Anteil bei den Jüngeren mit 52 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt (62 Prozent). Für diese sind die sofortige Verfügbarkeit (38 Prozent) und die Möglichkeit, unterwegs per App einzukaufen (30 Prozent) besonders wichtig.
Im Vergleich dazu nutzen bislang nur 22 Prozent der älteren Userinnen und Konsumenten Apps zum Einkaufen. Rund vier von zehn Deutschen haben zudem jedoch bereits In-App-Käufe getätigt. Günstigere Preise schätzen 56 Prozent der älteren Online-Shopper, während das für nur 46 Prozent der jüngeren wichtig ist. Ein weiterer Unterschied zeigt sich in puncto flexible Öffnungszeiten: 53 Prozent der ab 40-Jährigen schätzen die Möglichkeit, jederzeit einkaufen zu können, im Vergleich zu 40 Prozent der unter 40-jährigen Online-Kundschaft. Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: Rund drei Viertel (77 Prozent) der Konsumentinnen und Konsumenten bevorzugen Anbieter, die minimal und nachhaltig verpacken. 43 Prozent achten beim Bestellen darauf, nur Produkte zu wählen, die sie wahrscheinlich nicht zurücksenden müssen. Und 82 Prozent unterstützen die Idee, dass Retouren nicht vernichtet werden dürfen.
