Männer in Uganda bei der Feldbarbeit.
Stihl unterstützt die Aufforstung in Uganda und auf Borneo zugunsten des Klimas. (Quelle: Stihl)

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5. December 2022 | Teilen auf:

Stihl investiert weiter in Agroforstprojekt

Stihl hat die Partnerschaft mit Fairventures Worldwide ausgeweitet, um aktuell noch nicht vermeidbaren, eigenen Emissionen einen positiven Klimabeitrag entgegenzustellen. Im Rahmen eines agroforstwirtschaftlichen Projekts werden dafür in den kommenden Jahren in Uganda und auf Borneo Bäume gepflanzt, die rund120.000 Tonnen CO2 einlagern sollen.

Bereits seit 2017 unterstützt Stihl die gemeinnützige Organisation Fairventures Worldwide mit finanziellen Mitteln, Geräten und Know-how. Fairventures wiederum hilft Kleinbäuerinnen und -bauern in den Tropen dabei, degradierte und abgeholzte Regenwaldflächen mit heimischen Baumarten und verschiedenen Nahrungsmitteln zu bepflanzen. Diese sogenannte Agroforstwirtschaft sichert über die Ernte von Nahrungsmitteln und die Holzernte kurz- und mittelfristige Einkommensmöglichkeiten – ganz ohne die Abholzung des Regenwaldes oder die weitere Ausbreitung von Monokulturen wie Palmölplantagen.

Erste Pflanzphase mit 280.000 Setzlingen

Im Rahmen der erweiterten Partnerschaft hat Fairventures exklusive Pflanzgebiete in Uganda und auf der indonesischen Insel Borneo ausgewiesen, die bis 2024 für die Einlagerung von Stihl Emissionen bepflanzt werden. Die erste Pflanzsaison in Uganda ist seit Kurzem abgeschlossen: Auf einer Fläche von mehr als 139 Hektar wurden bis Ende Oktober rund 270.000 Setzlinge gepflanzt, die in lokalen Baumschulen aufgezogen wurden. Hierbei handelt es sich um schnell wachsende Baumarten ­wie Musizi, die nach etwa zehn Jahren erntereif sind und im Holzbausektor zur Verwendung kommen können. 291 Kleinbäuerinnen und -bauern werden mit der neu bepflanzten Fläche in Uganda unterstützt. Derzeit findet die Aufzucht der Setzlinge für die Stihl Pflanzphase auf Borneo statt: Zwischen Januar und Juni 2023 sollen in Kooperation mit 100 Farmerinnen und Farmern auf einer Fläche von 75 Hektar rund 60.000 Setzlinge gepflanzt werden

Pflanzgebiete lagern rund 120.000 Tonnen CO2 ein

Durch das Aufforstungsprojekt werden rund 120.000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gebunden. Durch die Nutzung des geernteten Holzes für Sperrholz wird die Verwendung von höherwertigen Bäumen vermieden. Das geringe Gewicht ermöglicht zudem neue werthaltige Einsätze im Leichtbau, zum Beispiel im Innenausbau von Flugzeugen oder Fahrzeugen. Fairventures entwickelt weitere Einsatzgebiete. Im Bausektor können durch moderne Leimbinder aus Leichtholz klimaschädliche Baustoffe wie Beton, Stahl und Zement ersetzt und das CO2 langfristig eingelagert werden. „Von der Partnerschaft mit STIHL profitieren die Menschen und das Klima gleichermaßen. Sie ermöglicht uns, die Pflanzungen auszuweiten, wodurch wir weitere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Uganda und Indonesien unterstützen können. Gleichzeitig wird noch mehr CO2 aus der Luft absorbiert und in den Bäumen gespeichert“, sagt Wolfgang Baum, Projektleiter und CEO von Fairventures.

zuletzt editiert am 05.12.2022