Stihl hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2024 veröffentlicht. Ein zentrales Thema darin: die transparente CO₂ Bindung bei Aufforstungsmaßnahmen, realisiert über ein neues, digitales Werkzeug.
Die Wiederaufforstung degradierter Flächen ist ein wirksames Instrument zur Bindung von CO2. Doch häufig fehlen verlässliche Daten, wie viel tatsächlich auf den Flächen in den gepflanzten Bäumen langfristig gebunden wird. Stihl begegnet dieser Herausforderung mit einem neuen digitalen Werkzeug. Das Online-Tool bzw. Treeo Impact Storyboard, das gemeinsam mit dem gleichnamigen Startup entwickelt wurde, zeigt im Detail, wie viel CO₂ bei den Stihl Aufforstungsprojekten gespeichert wird – Baum für Baum, nachvollziehbar und transparent. Das macht die neue Anwendung zu einem zentralen Thema im neuen Stihl Nachhaltigkeitsbericht 2024, der am 22. Mai veröffentlicht wurde. Das Treeo Dashboard ist nur ein Teil der Maßnahmen, mit denen die Waiblinger ihre Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Auch die Fortschritte, die Stihl in seinen definierten Fokusfeldern Ökosysteme, Kreisläufe und Sorgfalt gemacht hat, sind im Nachhaltigkeitsbericht , der nach den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt wurde, beschrieben.
Mehr zu Treeo
Stihl engagiert sich seit vielen Jahren gemeinsam mit der NGO Fairventures Worldwide bei Aufforstungsprojekten in Uganda und in Indonesien auf Borneo. Ziel ist es, durch naturbasierte Lösungen einen langfristig messbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit dem Impact Storyboard, das in Kooperation mit dem Klima-Tech-Startup Treeo entwickelt wurde, wird diese Arbeit nun noch transparenter: Eine interaktive Weltkarte zeigt die einzelnen Pflanzflächen, die Anzahl der Bäume sowie die gemessene Menge an gespeichertem Kohlenstoff – mit laufender Aktualisierung auf Basis jährlich für jeden einzelnen Baum erhobener Monitoringdaten. „Mit dem Treeo Storyboard schaffen wir eine bisher einzigartige Transparenz über die tatsächliche CO2-Speicherung unserer Aufforstungsprojekte. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Wirkung unserer Maßnahmen sichtbar zu machen und auch rechtzeitig gegensteuern zu können“, sagt Dr. Friedemann Stock, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Stihl.
Mehr als Daten
Das Treeo-Storyboard zeigt die Anzahl der Bäume sowie den aktuell gemessenen und prognostizierten CO₂-Speicherstand. Stand Anfang des Jahres sind über 912.000 Bäume auf rund 3.100 Hektar digital erfasst – mit einer Gesamtbindung von 8.904 Tonnen Kohlenstoff. Technisch basiert es auf einer App, mit der die beteiligten Kleinbäuerinnen und -bauern jährlich ihre Bäume vermessen: Mit Hilfe einer Referenzkarte, Fotos und GPS-Daten wird für jeden einzelnen Baum die CO₂-Speicherleistung berechnet. Die Daten werden anschließend validiert – etwa durch Satellitenbilder, Drohnenaufnahmen und Vor-Ort-Kontrollen – und in einer Datenbank gespeichert. Doch die Plattform liefert nicht nur Zahlen, Daten und Fakten, sondern auch Einblicke in die Geschichten hinter den Projekten – mit Bildern, Videos und den Portraits beteiligter Menschen. So wird aus einem trockenen CO2-Reporting ein lebendiges Bild über die Entwicklung der Projekte. „Die Crux an vielen Aufforstungsprojekten ist: Unternehmen zahlen für die Pflanzung – aber nach einigen Jahren weiß niemand mehr, ob der Wald noch existiert“, erklärt Dr. Stefan Ferber, Geschäftsführer und Mitgründer von Treeo. „Mit Treeo schaffen wir Nachvollziehbarkeit über die gesamte Lebensdauer jedes einzelnen jährlich gemessenen Baumes.“
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