Wie verschiedene lokale Medien berichten, hat Stihl in Teilen seiner Produktion Kurzarbeit angemeldet, u. a. in Waiblingen sowie im Stihl Druckguss-Werk in Weinsheim. Die Maßnahme sei von begrenzter Dauer, heißt es.
Auf Nachfrage von Motorist äußerte sich die Stihl-Zentrale in Waiblingen wie folgt: „Die weltweit sinkende Kaufnachfrage hat weltweit Auswirkungen auf die gesamte Branche und auch die Stihl Gruppe. Das wirtschaftliche Umfeld ist geprägt von Unsicherheit, hohen Energiepreisen, Inflation und Konjunkturschwäche. Für Stihl und unsere Produkte kommt im Speziellen hinzu, dass der sogenannte Cocooning-Effekt wegfällt. Private Konsumausgaben fließen nach der Pandemie nun weniger in die Garten- und Waldarbeit, sondern mehr in beispielsweise Gastronomie oder Tourismus. Zudem haben ungünstige Witterungsbedingungen in diesem Jahr zu einem verspäteten Saisonstart geführt.
Beschäftigungssicherung als Ziel
Die schwache Konjunktur hält vorerst weiter an, sodass Stihl das Produktionsprogramm sowohl im Stammhaus als auch in der Stihl Gruppe weiter anpassen musste. „Ziel ist bei allen Maßnahmen immer, die Beschäftigung an unseren Standorten zu sichern und die Belastungen für Beschäftigte und Unternehmen so niedrig wie möglich zu halten“, sagt Dr. Michael Prochaska, Vorstand Personal und Recht. „Vor diesem Hintergrund haben wir an unserem Standort in Weinsheim und für einen Teil der Belegschaft aus dem Produktionsbereich in bestimmten Strukturen in Waiblingen seit Oktober für begrenzte Zeit Kurzarbeit eingeführt.“
Optimismus überwiegt
Am Standort Weinsheim dürfte hinzukommen, dass Stihl dort auch in erheblichen Maße für Dritte produziert, etwa für die E-Bike-Industrie, die derzeit ebenfalls in einer Flaute steckt. Trotz schwierigem weltweiten Umfeld blickt Stihl jedoch optimistisch in die Zukunft und plant für das kommende Jahr erneut Wachstum.
