Zwei Personen führen eine Geldtransaktion auf einem Flohmarkt durch.
Zahlungsverordnung der EU stößt auf Widerstand. (Quelle: Pixabay)

Handel & Hersteller 2022-02-10T10:42:23.585Z IFH-Studie zu Zahlgewohnheiten

Die Pandemie hat das Zahlungsverhalten im Alltag verändert. Kontaktlose Varianten werden immer öfter dem Bargeld vorgezogen. Zu diesem Schluss kommt das IFH Köln in einer Payement-Studie.

Demnach variiert die präferierte Zahlart zwar von Kunde zu Kunde und hat durchaus einen Effekt. Zum Beispiel beim Einkauf im Netz: Werden die Lieblingszahlungsmittel auf einer Plattform nicht angeboten, wechselt fast jeder Dritte den Onlineshop und kauft bei der Konkurrenz. Nach wie vor das beliebteste Zahlverfahren der meisten deutschen Konsumenten ist zumindest beim Online-Einkauf die Rechnung. Damit diese Bezahlart auch zukünftig ihre Vormachtstellung halten kann, muss sie weiterentwickelt werden. Viele Online-Anbieter arbeiten daher an der Digitalisierung und Flexibilisierung der Rechnung. Zudem etabliert sich das Bezahlverfahren auch am Point of Sale.

Digitale Optionen

Doch auch so genannte digitale Wallets dringen zunehmend vor, allen voran der Zahlungsdienstleister PayPal, der hier als Vorreiter gesehen werden kann. Bereits 87 Prozent der Onlineshopper/innen nutzten das Verfahren bereits. Mit der Coronakrise scheint jetzt auch der Weg frei für andere Anbieter wie Google Pay, Apple Pay und Co. Ein wesentlicher Vorteil der digitalen Wallets ist, dass sie vielseitig einsetzbar sind und sowohl offline als auch online funktionieren und somit die Einkaufskanäle verknüpfen. Der Bericht kommt zudem zu dem Schluss, dass sie immer mehr zu klassischen Zahlungsverfahren in Konkurrenz treten.

Ernste Konkurrenz für Bargeld-Zahlungen

An deutschen Ladenkassen wird derzeit am häufigsten noch mit Schein und Münze gezahlt. Demnach zahlen 63 Prozent der Konsument/innen zahlen (sehr) oft mit Bargeld. Dies könnte sich aber schon bald ändern, denn Corona hat auch am POS zu einem Digitalisierungsschub geführt. Bargeldlose Zahlungen holen das Bargeld mehr und mehr ein und sind dabei auch unabhängig von der Bonhöhe relevant. Auch die Bezahlgewohnheiten vor allem in Richtung kontaktloses Bezahlen mit der Karte haben sich verschoben. So rangiert diese Variante bereits auf Platz drei der am häufigsten genutzten Bezahlarten am POS. Schon im Januar bezahlte mehr als ein Drittel der Konsumenten ihren Einkauf kontaktlos. 70 Prozent dieser Zahlungen werden dabei mit NFC-fähigen Karten getätigt.

zuletzt editiert am 10. Februar 2022
Newsletter