Mann auf Aufsitzrasenmäher Quelle: Toro
Der Wettbewerb in der Grünpflege nimmt durch die Elektrifizierung an Fahrt auf. Quelle: Toro

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01. July 2021 | Teilen auf:

Toro treibt Elektrifizierung voran

Robotik und autonome Lösungen setzen sich auch in der professionellen Grünflächenpflege immer mehr durch. Der Anbieter für Rasen- und Landschaftspflege Toro hat die Zeichen der Zeit erkannt und baut sein Portfolio entsprechend aus.

Gleich zwei Firmen hat die Toro Company, amerikanisches Mutterhaus von Toro Deutschland, unlängst übernommen, um die Entwicklung im Segment Robotik und autonome Lösungen voranzutreiben. Anfang Februar gaben die Amerikaner den Kauf von Turflynx bekannt. Das inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Portugal entwickelt autonome Rasenmäher für Golfplätze. Unter anderem brachte Turflynx 2016 den vollständig autonomen, vollelektrischen Fairway-Mäher auf den Markt. Dieses Knowhow soll nun auch Toro zugutekommen, insbesondere die Expertise von Turflynx in den Bereichen autonome, alternative Energien und intelligent vernetzter Produkte wie den 2020 auf der Golf Industry Show vorgestellten GeoLink Lösungen. Im März gab Toro dann den Kauf der Left Hand Robotics Inc. in Longmont, Colorado bekannt, einem US-Entwickler von ebenfalls innovativen autonomen Lösungen für die Rasenpflege und den Winterdienst.

Synergien auch im Consumer-Segment

Schon bald soll die neue, zweifache Liaison Ergebnisse zeigen. Erste serienreife Produkte sind bereits zur Golfschau in den USA im Februar geplant. Auch das semiprofessionelle Segment im Hause Toro soll mittelfristig von Synergien profitieren. Weitere Informationen dazu verspricht Micha Mörder, Vertriebsleiter von Toro Deutschland, zur GaLaBau 2022. Spätestens in diesem September soll es überdies Neues im Consumer-Segment geben, in dem Toro sich ebenfalls stärker mit neuer Technik positionieren will. In der Pipeline ist demnach ein Akku-Aufsitzmäher, der Rasenflächen bis 6.000 Quadratmeter mit nur einer Batterieladung bewältigt. Die Ausführung und Bauweise in Eigenregie macht den neuen Rider zudem besonders leicht, heißt es.

Markt im Wandel

Die Vorstöße zahlen ein auf eine Strategieerweiterung im Hause Toro: Denn während in Europa die Robotertechnik getrieben von den Marktführern Husqvarna und Echo bzw. Belrobotics schon recht weit fortgeschritten ist, habe sie bislang auf dem Weltmarkt aufgrund ihrer Flächenleistung nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Das ändert sich laut Mörder jedoch gerade und stelle die gesamte Branche vor neue Herausforderungen, hinsichtlich Geräten und Nachfrage ebenso wie im Service und Vertrieb. Welche Chancen sich daraus auch für den Motorgeräte-Fachhandel ergeben, lesen Sie im Special Greenkeeping in der kommenden Ausgabe von Motorist.