Handel & Hersteller 2018-07-24T00:00:00Z Umwelt-Lobbyisten kritisieren Handel

Seit dem 24.7.2016 verpflichtet das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen zur kostenfreien Rücknahme von Elektroaltgeräten und zur Information über deren Rückgabemöglichkeiten. Laut der Deutschen Umwelthilfe boykottiere der Handel dies in großer Zahl.

Seit zwei Jahren gelten die verschärften Regelungen für die Rücknahme von Elektro-Altgeräten im Handel. Seither müssen größere Händler E-Ware zurücknehmen, auch wenn diese nicht bei ihnen gekauft wurde. Laut Lobby-Organisation DUH boykottieren nach wie vor große Teile des Handels die Rücknahmeverpflichtung und setzen Regelungen überhaupt nicht oder nur ungenügend um. Dies zeigen demnach Tests in insgesamt 52 Filialen großer Handelsketten.

Bei rund einem Drittel der stationären Händler konnten Elektrokleingeräte nicht oder nur nach mehrmaligem Nachfragen abgegeben werden.
Namentlich genannt werden Filialen von Apple, Hellweg, Sconto, Poco, Hagebau und Hornbach. Aber auch Unternehmen, die korrekt gesetzliche Mindeststandards umsetzen, hätten die Rückgabe durch umständliche Anfragen beim Kundendienst oder versteckte Informationen erschwert. Gut verlaufen seien die Tests bei einigen Filialen von Toom und Obi. Bei Bauhaus, Ikea, Möbel Höffner, Conrad, Globus, Real, Medimax, Toom und Hornbach wird separat auf die Abgabe von alten Energiesparlampen und LED-Lampen hingewiesen.

Der Motorgeräte-Fachhandel führt schon lange Elektro-Geräte. Solche mit Kabel werden zunehmend von Akku-Lösungen ersetzt. Wie ist zwei Jahre nach Inkrafttreten der Regelungen Ihre Erfahrung mit der Rücknahme? Lässt diese sich gegebenenfalls auch mit der Beratung zur Neuanschaffung verknüpfen? Ihr Feedback direkt an die Redaktion !

zuletzt editiert am 26. März 2021
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