Ein Mann auf einer Bühne spricht zu einem Auditorium
Prof. Dr. Thomas Druyen gab Einblicke in die psychologischen Folgen im Umgang mit KI. (Quelle: VGL NRW)

Verbände & Organisationen 2024-02-01T07:54:23.751Z VGL NRW nimmt KI unter die Lupe

Die GaLaBau Ausblicke des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e. V. (VGL NRW) standen in diesem Jahr unter dem Motto „Künstliche Intelligenz – Potenziale nutzen, Transformation gestalten“.

Am 25. Januar kamen rund 100 Gäste des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e. V. (VGL NRW) im Congress Center Ost der Messe Essen zu den GaLaBau Ausblicken des VGL zusammen. Kernthema waren diesmal die Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) und deren Möglichkeiten für die grüne Branche.

KI im Galabau

Josef Mennigmann, Präsident des VGL NRW, betonte in seinem Grußwort zunächst die Notwendigkeit, sich im Garten- und Landschaftsbau intensiv mit Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen. „Wenn wir uns frühzeitig mit den Vorteilen von KI beschäftigen, sie verstehen lernen und unseren Nutzen daraus ziehen, dann kann sie unsere Prozesse und Strukturen im Betrieb positiv verändern.“ Gleichzeitig wies er jedoch auch auf die nötige Kontrolle hin. Anschließend teilten drei renommierte KI-Expert:innen handfeste Tipps und lehrreiches Wissen für die Umsetzung im eigenen Betrieb. Die gemeinsame Botschaft: Schon heute ist KI, die sich beständig weiterentwickelt, fester Bestandteil unseres Alltags, die bei verantwortungsbewusstem Einsatz Arbeitsprozesse optimieren könne. 

KI in der Praxis 

Dario Luipers, Geschäftsführer des Mittelstand-Digital Zentrums Rheinland, verdeutlichte die vielfältigen Einsatzbereiche von KI im Garten- und Landschaftsbau. Von Prognosen für Pflanzenauswahl über Materialschätzungen bis hin zur automatisierten Kostenkalkulation – KI könne einen bedeutenden Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten. Dabei betonte Luipers die Notwendigkeit hochwertiger digitalisierter Daten als Grundlage für die technische Umsetzung von KI in Betrieben. Außerdem stellte er klar: „Nehmen Sie Ihre Mitarbeitenden auf dem Weg mit! Eine transparente Kommunikation ist äußerst wichtig, denn nur, wenn Ihr Team dahintersteht, können Sie Ihre Prozesse langfristig umstellen.“

KI in der Personalsuche

Dr. Annika von Mutius, Co-Founder und Co-CEO der Recruiting-Plattform Empion, stellte in ihrem Vortrag die Möglichkeiten von KI-basierten Headhunting-Systemen vor, die Bewerber:innen und Unternehmen auf Basis von Skills, Werten und Persönlichkeitsmerkmalen zusammenbringen. Sie appellierte an die Branche, sich neuen Innovationen zu öffnen, um langfristig Prozesse zu monetarisieren und finanzielle Ressourcen einzusparen.

KI und Psyche

Den Abschluss bildete Prof. Dr. Thomas Druyen, Direktor und Gründer des Institutes für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement an der Sigmund Freud Privat Universität in Wien sowie Präsident der opta data Zukunfts-Stiftung in Essen, der die Teilnehmenden zu den psychologischen Herausforderungen im Zeitalter der raschen technologischen Entwicklungen abholte. Er unterstrich dabei auch die entscheidende Rolle, die die individuelle Verantwortung der Menschen beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz spiele. „Ob KI gut oder böse ist, liegt ganz bei uns. Es gibt per se keine böse Technologie – es ist immer die Frage, was der Mensch daraus macht.“ Außerdem appellierte er an die Unternehmerinnen und Unternehmer, sich nicht abhängen zu lassen und das Feld der neuen Technologien nicht nur den jungen Generationen zu überlassen.

Auch auf dem Motoristen-Kongress am 17. Februar 2024 in Leverkusen wird das Thema KI eine Rolle spielen. Alle Programmpunkte unter dem diesjährigen Motto „Challenge accepted – Am Ball bleiben!“ lesen Sie hier .

zuletzt editiert am 01. Februar 2024
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