Von der mechanisch gesteuerten Kontaktzündung über diskrete analoge Transistor-Steuerungen bis zur vollelektronischen digitalen Zündzeitpunkt- und Gemischbildungs-Steuerung so lässt sich verkürzt die Entwicklungshistorie dieser Steuerkomponenten beim Zweitaktmotor für handgetragene Motorgeräte umreißen.
Digitales Motor-Management
Bei den Kleinmotoren ist diese Konzentration, aus welchen Gründen auch immer, nicht auszumachen. Zwar stellt dieser nächste Schritt hin zur intelligenten und allumfassenden Motorsteuerung gegenüber den bisherigen Zündanlagen-Entwicklungen einen signifikanten Sprung dar, aber er wird von nur wenigen Geräteherstellern für sich allein gegangen. Einerseits sind diese Aktivitäten nur von Herstellern mit den erforderlichen Entwicklungs- und Forschungseinrichtungen sowie dem entsprechenden Budget zu stemmen, sodass sich derzeit die bekannten Aktivitäten auf die beiden größten Anbieter am Markt konzentrieren. Andererseits bietet die Komplexität dieses Funktionsgebildes auch Raum für unterschiedliche Realisierungsmöglichkeiten, weshalb die beiden Hersteller in der Ausführung unterschiedliche Lösungswege beschritten haben.
Bei Husqvarna bildet die Mikroprozessor-Elektronik ein separates Modul mit integriertem Magnetventil, das direkt am Vergaser angeordnet ist. Dieses System wird unter dem Namen "AutoTune" geführt.
Bei Stihl dagegen ist die Mikroprozessor-Elektronik mit der Zündspule in einem gemeinsamen Gehäuse zusammengefasst und an der Peripherie des Polrades angeordnet. Das Magnetventil befindet sich als separates Element am Vergaser. Dieses System firmiert unter der Bezeichnung "M-Tronic". Trotz unterschiedlicher technischer Ausführung liegen beide Systeme in der Funktionalität nahe beieinander.