Handel & Hersteller 2016-09-06T00:00:00Z Wachstum durch neue Technologien

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ermittelt, dass sich der Gartenmarkt in Europa umsatzmäßig kaum entwickelt hat. Dennoch sorgen neue Technologien für Zuwächse beim Umsatz.

Auf 0,1 Prozent bewegt sich der von GfK beobachtete marginale Umsatz der Gartenmarkt in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien im ersten Halbjahr 2016 zum Vorjahresniveau. Das gesamte Umsatzvolumen betrug 4 Milliarden Euro. Mähroboter, natürliche Gartenchemie-Produkte und Gasgrillgeräte liegen im Trend, so das  GfK-Ergebnisse anlässlich der internationalen Fachmesse für die Gartenbranche spoga+gafa in Köln.

Allein in Deutschland stieg der Umsatz verglichen zum ersten Halbjahr 2015 um 4,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das größte Umsatzplus erwirtschaftete aber die Niederlande, gegenüber dem Vorjahreszeitraum und verzeichnete ein Wachstum von 9,6 Prozent. Das Umsatzvolumen betrug 96,8 Millionen Euro. Der Umsatz in den übrigen untersuchten Ländern war stabil bis leicht rückläufig.

Im Bereich der motorisierten Gartengeräte wuchs der Umsatz im ersten Halbjahr um 3,9 Prozent. Insgesamt erreichte der Markt in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Mit einem Plus von 24,2 Prozent verzeichneten die Niederlande die größten Zuwächse im Segment der motorisierten Gartengeräte. Deutschland verzeichnete eine Umsatzsteigerung in diesem Bereich um 10,7 Prozent, gefolgt von Belgien mit einem Umsatzplus von 8,6 Prozent.

Gartenarbeit mit Köpfchen

„Smart Gardening“ und Gartenchemie stehen bei den Verbrauchern besonders hoch im Kurs und der Absatz wuchs im ersten Halbjahr 2016 um 37,2 Prozent. Insgesamt wurden in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien Mähroboter im Wert von 127 Millionen Euro verkauft. Mit einem Umsatzplus von 92 Prozent verglichen zum Vorjahr verzeichneten die Niederlande das stärkste Wachstum, gefolgt von Deutschland mit einem Umsatzplus von 41,5 Prozent.

Im Bereich der Mähroboter, die mit dem Handy bedient werden können, liegt der Umsatzanteil im ersten Halbjahr 2016 bereits bei knapp 50 Prozent. Frankreich erzielte in diesem Bereich des Gesamtmarkts die höchsten Umsatzanteile und zwar von 62,4 Prozent.

Als ein weiterer großer Trend im Gartenbereich, kristallisierte sich „Home Improvement“ heraus. Die GfK untersuchte zu diesem Thema 27.000 Internetnutzern aus 22 Ländern. 29 Prozent der Deutschen antworteten auf die Frage, welche Aspekte sie in ihrem Zuhause am meisten verändern oder verbessern wollen, den Garten, ihr Grundstück beziehungsweise die Terrasse.

Zusätzlich zeigte die Untersuchung, dass die Verbraucher bei der Pflege ihres Gartens immer mehr Wert auf den Einsatz natürlicher Gartenchemie-Produkte (zum Beispiel Bio-Dünger oder Bio-Erden) legen. Der Anteil dieser natürlichen Produkte am Gesamtmarkt für Gartenchemie-Produkte wuchs um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Umsatzvolumen liegt im ersten Halbjahr bei 346 Millionen Euro. Das stärkste Umsatzwachstum verzeichnete Frankreich mit einem Plus von 16,2 Prozent, gefolgt von den Niederlanden mit einem Umsatzplus von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Megatrend Grillen

Seit diesem Jahr beobachtet GfK auch den Grillgerätemarkt (beispielsweise Gas- oder Kohlegrillgeräte) in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass der deutsche Grillgerätemarkt im Ländervergleich mit einem Anteil von 40 Prozent der deutlich größte Markt ist. Hier wurden im ersten Halbjahr 2016 knapp über 1 Million Grillgeräte verkauft. In Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien betrug der Umsatz mit Gasgrillgeräten 163,9 Millionen Euro. Damit lag das Umsatzvolumen 10 Prozent über dem von Kohlegrillgeräten.

zuletzt editiert am 26. März 2021
Newsletter