Aus dem Auge, aus dem Sinn: Inventurdifferenzen entstehen zum größten Teil durch Diebstähle. Allein 2014 beziffern Handelsexperten einen Gesamtverlust durch Inventurdifferenzen für den Einzelhandel mit 3,9 Milliarden Euro. Eine Gegenwehr ist notwendig.
Ursachen für eine Inventurdifferenz kann sich meist in vier Gruppen unterteilt werden. Diese sind:
- 57 % Diebstahl durch Kunden
- 18 % Diebstahl durch Mitarbeiter
- 7 % Diebstahl durch Lieferanten und Servicekräfte
- 18 % organisatoriche Mängel (Erfassungs-, Buchungs- und Bewertungsfehler)
Verteilt man dies auf die Gesamtverluste von 2014, bedeutet dies dass über 2 Milliarden Warenverlust durch Ladendiebstähle entstehen. Mehr als 900 Millionen werden durch die eigenen Mitarbeiter verursacht und mehr als 300 Millionen an Warenverlust geht auf das Konto von Servicekräften und Lieferanten. Statistisch übertragen auf alle Bürger der Bundesrepublik müsste laut EHI Retail Institut jeder jährlich Waren im Wert von 26 € klauen, damit diese Summe zusammenkommt.
Diebe haben leichtes Spiel
Diebe müssen sich in bestimmten Läden nicht einmal besonders anstrengen. Unübersichtliche Verkaufsflächen, unaufmerksame Mitarbeiter, verlängerte Öffnungszeiten bei gleichzeitigen Personaleinschränkungen – die Liste lässt sich noch weiter fortführen – liefern den Dieb die perfekte Chance. Hier kommen Präventionen und Sicherheitsmaßnahmen ins Spiel. Dennoch kosten diese: durchschnittlich gibt der Handel branchenweit mehr als 0,3 % vom Umsatz für Diebstahlprävention und Sicherheitsmaßnahmen aus. Das sind 1,3 Milliarden Euro für z. B. Kameraüberwachung, Personalschulungen, Testkäufe und Ladendetektive. Zusammen mit der Inventurdifferenz 2014 beträgt die Gesamtaufwendung für Schaden und dessen Vorbeugung rund 5,2 Milliarden Euro.
Maßnahmen zur Senkung der Inventurdifferenzen
Gestohlen werden statistisch gesehen täglich fast 7 Millionen Euro in Waren. Dies erfordert Sicherheitsmaßnahmen. Dabei sind Kasse und Verkaufsraum im Fokus. Weitere Diebstahlfelder sind die Lager oder Zwischenlager. Hier sind einige Trends die zur Diebstahlsicherung genutzt werden können:
- Kameraüberwachung
- Datenauswertung durch Warenwirtschaftssysteme, Bondatenanalyse
- Testkäufe mit Schulungen
- Warensicherungen
- Diebstahlhemmende Verkaufsträger
- Kaufhausdetektive, Doormen
Diese vorbeugenden Maßnahmen sollen helfen, die Inventurdifferenzen kontinuierlich zu senken. Bedenken Sie aber, dass einige Maßnahmen mit hohen Investition verbunden sind. Dennoch gibt es auch andere Möglichkeiten. Eine wäre sein Personal für die Erkennung von Ladendiebstählen zu schulen. Dadurch verhindern Sie zwar nicht alle Diebstähle aber Sie können Sie stark senken.
Wie so eine Schulung ausschauen kann erklärt Hans Günter Lemke, selbständiger Berater und Trainer für Maßnahmen zur Inventursicherung im Webinar „“Diebstahlschutz gegen Inventurdifferenz“ am 10. Oktober 2018.
Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich an. Am Webinar können Sie von Zuhause von ihrem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone teilnehmen und alles Wichtige über wirksamen Diebstahlschutz lernen.