BGL-Präsident Lutze von Wurmb
BGL-Präsident Lutze von Wurmb. (Quelle: Paul-Philipp Braun)

Verbände & Organisationen

3. March 2023 | Teilen auf:

GaLaBau behauptet sich trotz Krise

Der BGL hat seine Branchenstatistik 2022 veröffentlicht. Demnach hat sich der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Deutschland auch im Jahr 2022 gut behauptet. Doch die Inflation hinterlässt Spuren.

Laut den Zahlen des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e. V. rangiert das Gewerk noch immer auf einem guten Niveau. So wurde 2022 mit einem Umsatz von 10,04 Mrd. Euro ein neuer Spitzenwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahr 2021, wo der Umsatz noch bei 9,68 Mrd. Euro rangierte, verzeichnete die grüne Branche damit nominal ein Umsatzplus von 3,73 Prozent und hat sich damit trotz schwierigerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gut behauptet. Allerdings war das vergangene Jahr von Preissteigerungen in historischem Ausmaß gezeichnet. Dies gilt insbesondere für den Bausektor. Dabei zeigte sich, dass nicht alle BGL-Betriebe gleichermaßen von der Inflation betroffen waren und sind. Manche von ihnen konnten und können höhere Preise am Markt durchsetzen.

Branchenstatistik

Die über 4.200 Mitgliedsbetriebe der Landesverbände des BGL erwirtschafteten rd. 63 Prozent des gesamten Umsatzes der Branche. Ihre Zahl konnte von 4.207 in 2021 auf 4.279 in 2022 gesteigert werden. Insgesamt sind im Garten- und Landschaftsbau 19.373 Betriebe zu verzeichnen (2021: 19.083). Auch als Arbeitgeber hat sich der GaLaBau vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und steigenden Wettbewerbs um Fachkräfte gut behauptet. Die Zahl der Beschäftigten konnte leicht von 129.252 auf 130.001 gesteigert werden. Erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der Ausbildung. So waren 2022 7.826 junge Menschen in Ausbildung in der grünen Branche, im Vorjahr waren es noch 7.637.

Noch guter Auftragsbestand

BGL-Präsident Lutze von Wurmb freut sich über den noch guten Auftragsbestand, sieht aber auch Herausforderungen auf die Branche zukommen: „Der GaLaBau hat sich unter denkbar schwierigen Bedingungen gut geschlagen. Nach wie vor verfügen unsere Betriebe über ein gutes Auftragspolster. Klar ist aber auch, dass wir uns nicht von den Rahmenbedingungen entkoppeln können. Die Zurückhaltung bei privaten wie öffentlichen Auftraggebern, auch auf Grund der gestiegenen Zinsen und der Preissteigerungen vor allem im Bausektor, hat sichtbare Spuren hinterlassen und wird dies weiterhin tun. Trotzdem bleibe ich für die grüne Branche zuversichtlich, weil gestaltetes und gepflegtes Grün für die Klimaanpassung in den Kommunen dringend nötig ist. Der Bund muss jetzt deutliche Anreize für private und öffentliche Grünmaßnahmen setzen.“

zuletzt editiert am 16.03.2023