Benedikt Schüttler im elterlichen Betrieb. (Quelle: K. Onusseit)
Benedikt Schüttler (Quelle: K. Onusseit)

Handel & Hersteller

15. October 2021 | Teilen auf:

Generation Yes: Benedikt Schüttler

In der Oktober Ausgabe von Motorist haben wir eine Serie gestartet. Vorsgestellt werden darin in loser Folge engagierte Youngster, die geschäftlich in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und dabei durchaus eigene Ziele und Ideen verfolgen und umsetzen. Diesmal im Fokus: Benedikt Schüttler.

Benedikt Schüttler, 26 #Großhandelskaufmann #Führungskraft #early adopter #großer Bruder #Fußballfan #3.Generation Albert Schüttler Land-, Garten- und Forstmaschinen

Als wir Benedikt Schüttler im elterlichen Betrieb in Grafschaft besuchen herrscht gerade Hochbetrieb. Das liegt auch daran, dass das Stammhaus des mittlerweile auf drei Filialen gewachsenen Unternehmens nahe dem Ahrtal und damit am Rande der durch die Flut ausgelösten Hilfslogistik liegt. Auch Benedikt Schüttler hat vom ersten Tag mit angepackt. Seine eigentliche Aufgabe ist jedoch der Vertrieb der Forst- und Gartentechnik im Unternehmen.

Herr Schüttler, wann kam bei Ihnen der Gedanke auf, in den elterlichen Betrieb zu gehen ?

So etwa als ich 15 war. Mähroboter haben mich damals schon begeistert. Natürlich war ich immer viel im Betrieb. Das klassische Werkstattgeschäft hat mich aber nicht so gereizt. Das war bei den Robotern anders. Schon während meiner Schulzeit hatte ich Spaß, diese zu installieren. 2014 nach meinem Fachabitur habe ich dann eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann begonnen: ein Jahr hier im Betrieb, die restliche Zeit bei M. Schulte Söhne in Linz.

Was reizt Sie an Ihrer aktuellen Aufgabe besonders?

Hier bin ich für den Vertrieb Forst & Garten zuständig. Dieser Bereich ist in den letzten Jahren stark gewachsen, vor allem auch wegen der Mähroboter. Heute haben wir etwa 4.500 Geräte laufen, ungefähr 600 bis 700 verkaufen wir pro Jahr. Ich genieße, dass ich immer wieder draußen beim Kunden bin und mit vielen verschiedenen Menschen zu tun habe. Das gehört für mich zum Alltag: Vormittags steht der Vertrieb im Vordergrund, nachmittags das Controlling.

Wo sehen Sie aktuell die größte Herausforderung im Markt?

Ich spreche in diesem Zusammenhang lieber von Chancen. Natürlich wird es absehbar Kunden geben, die ihre Mähroboter selbst installieren oder im Netz kaufen. Doch so lange die Installation und Instandhaltung der Mähroboter nicht zu leicht wird, brauchen wir uns als Fachhandel nicht zu sorgen. Auch von der Epos-Installation oder dem neuen Ceora verspreche ich mir einiges. Unsere Hauptaufgabe als Händler sehe ich aber darin, für den Kunden attraktiv zu bleiben und ihm ein Einkaufserlebnis zu bieten - und hierfür die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Welchen Bereich wollen Sie sich erschließen oder ausbauen?

Sicherlich das Thema Smart Garden in der Kombination von Mährobotern und Bewässerung. Auch den Online-Versand. Mit diesem Thema setzen wir uns schon länger auseinander. Seit April hatten wir ein Pilotprojekt laufen, greifen jetzt aber auf den Shop unserer Kooperation Greenbase zurück. Da ergeben sich ganz interessante Perspektiven.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung in Ihrer Rolle als Folgegeneration?

Den Betrieb auch in der 3. Generation im Familien- und Gründergedanken gut weiterzuführen in die kommende Generation. Das ist mir schon wichtig.   

Was ist für Sie als junger Unternehmer der größte Wert?

Freundlich und Zuverlässig zu sein, gegenüber den Kunden, aber auch im Team und im Austausch mit den Lieferanten. Insgesamt bin ich aber auch stolz und dankbar über das, was die Generationen vor mir erreicht haben. Und dass ich in meinen Entscheidungen heute sehr viel freier sein kann als z. B. mein Großvater, der einst als Waise den Betrieb gegründet und aufgebaut hat.

Übrigens: Auf dem 10. Motoristen-Kongress am 12. Febraur in Düsseldorf lädt Motorist zum ersten offenen Generation Yes Treff. Die optimale Gelegenheit, Mitspieler im Motorgeräte Markt von morgen zu treffen und sich mit ihnen zu connecten. Eingeladen sind alle, die die 30 noch nicht voll haben.

zuletzt editiert am 15.10.2021