Portrait von Niklas Reinhardt Quelle: Onusseit
Niklas Reinhardt Quelle: Onusseit

Handel & Hersteller

02. September 2021 | Teilen auf:

Generation Yes: Niklas Reinhardt

Von wegen keine Lust aufs Geschäft: Auch in der Motoristen Branche gibt es engagierte Youngster, die geschäftlich in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und dabei durchaus eigene Ideen umsetzten. Motorist stellt die Vertreter der Generation Yes in loser Folge vor. Den Anfang macht Niklas Reinhardt aus Eschwege. 

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Getroffen haben wir Niklas Reinhard am 7. Juli im elterlichen Betrieb in Eschwege. Gerade zurück von einer Roboter-Installation berichtete der 23-Jährige von Arbeitseinsätzen, die ihn schon mal in Schlossgärten führen, zunehmenden Großaufträgen und Geschäftsanbahnungen auf dem Fußballplatz. Begeisterung schwang dabei durchaus mit. Denn der Bereich Robotik ist seit dem Einstieg des Juniors bei Reinhardt Gartentechnik ein aufstrebendes Geschäftsfeld.

Herr Reinhardt, wann kam bei Ihnen der Gedanke auf, in den elterlichen Betrieb zu gehen?

Das war eigentlich schon früh klar. Ich habe immer schon viel und gerne im Betrieb geholfen oder das Team auf Messen begleitet, auch in Teenagerzeiten. Nach der Schule habe ich eine Lehre als Elektroniker für Automatisierungstechnik bei Opel in Eisenach gemacht. 2018 bin ich dann zu meinen Eltern ins Geschäft gewechselt.

Was hat sie konkret dazu bewogen?

Etwa dreieinhalb Jahre nach der Lehre war für mich einfach der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich dachte mir, jetzt kann es losgehen, jetzt kann was Neues kommen.

Was reizt Sie an Ihrer Aufgabe besonders?

Die Abwechslung und der Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen. Kaum ein Tag ist wie der andere. Mal bin ich wie heute draußen beim Kunden, dann wieder im Betrieb. Natürlich gibt es auch mal Tage, die nicht so spannend sind. Oder lang. Gerade jetzt in der Saison, wo die Nachfrage groß ist. Aber im Großen und Ganzen kann ich mir meine Zeit dann doch selbstbestimmter einteilen als mancher meiner Freunde.

Wo sehen Sie aktuell die größte Herausforderung im Markt?

Ein Thema ist sicherlich der zunehmende und teils massive Vertrieb, auch der Hersteller selbst, über das Internet und der damit verbundene Preisverriss, wobei wir Fachhändler dazu noch als Servicedienstleister herhalten sollen. Ebenso die Rabattsysteme. Gedanken mache ich mir auch zu kabellosen Mährobotern, wo ja erst mal eine Dienstleistung, nämlich die Installation der Kabel, wegbricht. Damit muss man umgehen und neue Lösungen suchen.

Welchen neuen Bereich wollen Sie sich erschließen?

Ganz klar Smart Gardening. Wir haben die Marke Husqvarna ins Sortiment aufgenommen. Seit diesem Jahr führen wir auch Kress. Der Bereich hat sich seitdem sehr gut entwickelt und wächst kontinuierlich. Neben Privatleuten gewinnen wir immer mehr Firmenkunden und Kommunen.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung in Ihrer Rolle als Folgegeneration?

Definitiv darin, den gewachsenen Betrieb nach so einer Entwicklung weiterzuführen und das ganze Geschäftssystem nachhaltig aufzustellen und weiter zu entwickeln, sodass es auch in Zukunft erfolgreich ist. Auch unseren Service weiter auszubauen und Dienstleistungen weiter in den Vordergrund zu rücken, egal ob Mähroboter-Abomodell oder Wartungsverträge.

Was ist für Sie als junger Unternehmer der größte Wert?

Ich bin schon sehr zufrieden mit dem, was ich tue, auch wenn andere vielleicht ein entspannteres Leben haben. Mich rufen die Kunden manchmal sogar sonntags auf dem Handy an. Aber ich kann hier Verantwortung übernehmen und meine Ideen umsetzen.