Bargeld
Die Inflationsrate des vergangenen Jahres geht maßgeblich auf Vorleistungen und Gewinne zurück. (Quelle: Fotolia)

2021-06-11T11:32:38.715Z Herstellerverbände befürchten abermals steigende Preise

Angesichts explodierender Kosten in Produktion und Logistik infolge der Corona-Pandemie erwarten Verbände aus der Baumarkt- und Gartenbranche für die kommenden Monate deutlich anziehende Endverbraucherpreise in allen Sortimentsbereichen.

„Viele unserer Mitgliedsunternehmen sind auf die Rohstoffe beziehungsweise Folgeprodukte aus den Rohstoffen angewiesen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die extreme Steigerung der Rohstoffpreise zu akzeptieren“, sagt Anna Hackstein, Chefin des Industrieverbandes Garten (IVG). Gleiches gilt für die im Herstellerverband Haus & Garten (HHG) organisierten Produzenten. „Wir erwarten in den nächsten Monaten eine deutliche Erhöhung der Endverbraucherpreise, da die coronabedingte Kostenentwicklung mittlerweile alle Hersteller im Wettbewerb auf breiter Front gleichermaßen erfasst hat“, sagt Geschäftsführer Ralf Rahmede.

Auslöser der aktuellen Situation sind explodierende Preise für Rohstoffe und Vormaterial sowie infolge der Pandemie extrem gestörte Lieferketten rund um den Globus. Ein Ende der Materialengpässe und der damit verbundenen Preisspirale sei nicht absehbar, so die Industrieverbände.

Preissteigerungen müssen weitergeben werden

Die Preissteigerungen müssen vom Handel an die Verbraucher in Deutschland weitergegeben werden. Auch Baumärkte und Gartencenter können sich „nicht gänzlich von dieser Entwicklung abkoppeln“, sagt Dr. Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Heimwerken, Bauen und Garten (BHB). „Diese kommt für unsere Handelsmitglieder nach der erzwungenen monatelangen Schließung bei weiterlaufend hohen Kostenblöcken zur absoluten Unzeit. Allerdings ist die DIY-Branche traditionell sehr preisbewusst und wird weiterhin Wege finden, den Kunden die Waren zu vergleichsweise attraktiven Preisen anzubieten. Dass diese allerdings in Teilen Preiserhöhungen werden akzeptieren müssen, scheint angesichts der aktuellen Situation unausweichlich.“

zuletzt editiert am 11. Juni 2021
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