Gruppenbild von zirka 30 Menschen, die ihre Meisterurkunde überreicht bekommen haben.
Die Meisterausbildung an der Max-Eyth-Schule in Kirchheim, hier im Bild die aktuellen Absolventen, war eines der Themen auf der Innungstagung in Seligweiler. (Quelle: VdAW)

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15. July 2022 | Teilen auf:

Landtechnik-Obermeister tagen in Seligweiler

Am ersten Juli 2022 kamen die Obermeister der württembergischen Landmaschinenmechaniker-Innungen und ihre Stellvertreter in Seligweiler zusammen. Gewürdigt wurde dort auch die Meisterausbildung in Kirchheim.

Auf der Agenda des jährlichen Treffens, das vom Verband des Landtechnischen Handwerks Baden-Württemberg im Verband der Agrargewerblichen Wirtschafe (VdAW) e.V. ausgerichtet wurde, stand u.a. das Thema Ausbildung. Vor diesem Hintergrund wurde etwa ein Konzept vorgestellt, wie die beiden neuen, überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge „Datenübertragungssysteme“ sowie „Kraftübertragung und Fahrwerkstechnik“ in Praxis und Betrieb umgesetzt werden können. Ebenso wurde über die aktuellen ÜBA-Lehrgänge und die erfreulich hohe Anzahl der Land- und Baumaschinenmechatroniker/innen am Schulstandort Kirchheim berichtet.

Neue Land- und Baumaschinenmechatroniker-Meister

25 Meisterschüler des Gewerks der Land- und Bautechnik wurden Ende Juni an der dortigen Max-Eyth-Schule feierlich verabschiedet. Während 305 Tagen Meisterschule hatten sie Wissen aus der Fachpraxis und -theorie, Betriebswirtschaft, der Ausbildereignung und vielem mehr erworben und im Rahmen der vierteiligen Meisterprüfung unter Beweis gestellt. Zudem wurden im Herbst ein praxisnaher Feldtag durchgeführt und eine Fachexkursion organisiert. Der stellvertretende Schulleiter Ralf Möhle lobte in seiner Ansprache die Bewältigung der vielen Herausforderungen, die sich den Meisterschülern in den vergangenen Monaten gestellt hatten. „Der Meister-Titel sei ein Qualitätssiegel, das es auch in Zukunft weiter hochzuhalten gelte, so Möhle weiter. Auch Landesinnungsmeister Kurt Neuscheler gratulierte den Jungmeistern mit der Empfehlung, „mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen in die Zukunft zu gehen und sich für die Gemeinschaft, das landtechnische Handwerk und den Berufsstand zu engagieren.“ Ebenso überbrachte er die Glückwünsche seiner Innungskollegen und bedankte sich für das hervorragende Engagement der Lehrer und den Einsatz der Meisterprüfungskommission.

Impulse für die Ausbildung

Im weiteren Verlauf stellte Michael Rabe vom VdAW die Möglichkeit zur Führung eines digitalen Berichtshefts vor. Die Obermeister stimmten geschlossen dafür, den Ausbildungsbetrieben und den Auszubildenden diese Lösung zum neuen Ausbildungsjahr anzubieten. Viel Interesse fand auch der Bericht zum aktuellen Stand des Projekts InnoVET LBT-Forward und dem mit ihm verbundenen Arbeitsmodell für das Berufslaufbahnkonzept. Beispielhaft wurden hier die Fachkraft und der Servicetechniker für die Technik der Innenwirtschaft präsentiert. Anschließend waren digitale Lernmodule über das landwirtschaftliche Grundlagenwissen, welche die Handwerkskammer Freiburg und der VdAW im Rahmen des Projekts entwickeln, Thema. Auch sie wurden detailliert erörtert. Wer sich weiter informieren möchte, kann dies u.a. auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart tun. Vom 25. September bis 03. Oktober bietet der VdAW dies an seinem Stand A102 in Halle 1 zum Testen an.

zuletzt editiert am 26.07.2022