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Nachhaltigkeit ist ein zunehmend wichtiges Thema Quelle: pixabay

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25. June 2021 | Teilen auf:

Nachhaltigkeitskommunikation wird immer wichtiger

Das EHI hat erneut die Kommunikation von Nachhaltigkeit im Handel untersucht. Ergebnis: Nachhaltigkeit ist ein immens wichtiges PR-Thema, auch weil die Kunden dies offenbar erwarten. Im Vergleich zur Untersuchung aus dem Jahr 2015 hat das Thema noch mal deutlich an Relevanz gewonnen.

Im EHI-Whitepaper „Talk about it – Nachhaltigkeit als PR-Thema“ erklären PR-Verantwortliche aus führenden Handelsunternehmen, dass die Kommunikation von Nachhaltigkeit – trotz des Risikos medialer Angriffe wegen Greenwashings – in das PR-Portfolio eines jeden Handelsunternehmens gehört. „Nachhaltigkeitsthemen geben der Kundschaft ein gutes Gefühl und sind aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken – auch wenn sie Kritikern immer wieder eine Angriffsfläche bieten. Die Kundenerwartung ist eindeutig“, sagt EHI-PR-Chefin Ute Holtmann.

Im Vergleich zur EHI-Untersuchung aus dem Jahr 2015 hat Nachhaltigkeitskommunikation noch mal an Bedeutung gewonnen. Waren damals 84 Prozent der PR-Verantwortlichen der Meinung, dass Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen wird, stimmen dieser Aussage heute alle Befragten zu. Immer mehr Kunden würden erwarten, dass die Unternehmen, die sie mit ihren Einkäufen unterstützen, nachhaltig agieren, so das EHI.

Maßnahme zur Vertrauensbildung

Nachhaltige Aktivitäten zu kommunizieren, stärkt das Vertrauen in das Unternehmen, davon sind 47 Prozent der aktuell Befragten überzeugt. Weitere 50 Prozent glauben tendenziell an diese Wirkung. Nach Ansicht der Handelsunternehmen erwartet die Kundschaft faire Arbeitsbedingungen (100 Prozent), faire Produktherstellung (96 Prozent), eine umweltbewusste Produktherstellung (100 Prozent).

Um nicht in die Greenwashing-Falle zu tappen, sollten sich Unternehmen transparent darstellen, meinen die befragten PR-Strategen unisono. Die Handelsunternehmen gehen zudem davon aus, dass Verbraucher von ihnen erwarten, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen (94 Prozent). Auch unabhängige Kontrollinstanzen erwartet die Kundschaft, meinen die Händler, allerdings mit etwas weniger Zustimmung von 85 Prozent – ähnlich wie im Vergleichsjahr.

Etwas abgeschwächt hat sich in den vergangenen sechs Jahren die Einschätzung, dass der Preis das entscheidende Kaufkriterium der deutschen Verbraucher ist. Stimmten 2015 rund 90 Prozent dieser These zu, sind es aktuell noch 80 Prozent.