Die Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH aus dem bayerischen Holzheim feiert ihr 65-jähriges Bestehen. Auch für die Zukunft hat man Pläne. Rund 15 Millionen Euro sollen bis 2025 in Produktion, Prozesse, Entwicklung und den Standortausbau investiert werden.t.
Maßgeschneiderte Produkte und Fahrzeuge mit individueller Ausstattung sind das Spezialgebiet der Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH aus dem bayerischen Holzheim. Über Jahrzehnte hat sich das mittelständische Unternehmen, das einst aus einer Schmiedewerkstatt für landwirtschaftliche Anhänger hervorging, damit als einer der führenden Anbieter auf dem internationalen Markt etabliert. Nahezu für jedes Anliegen bietet man die passende Lösung, ob Nutz-, Forst-, Privat- oder Kommunalfahrzeug. Mehr als 15.000 Fahrzeuge verlassen jährlich das Werk. Die Produktpalette umfasst rund 500 Modelle und reicht vom kleinen Anhänger für den Privatanwender über Spezialanhänger für Gewerbetreibende oder Kommunen bis zu Sonderbau - und Kühlkofferanhängern. Dazu bietet Unsinn ein breites Dienstleistungsspektrum wie Reparatur, Wartung, HU, Fahrzeug-Modifikation, Ersatzteilen und Zubehör, Leasing, Finanzierung und Beratung. Der Vertrieb erfolgt direkt oder über Händler.
Umsatz seit 2010 mehr als verdoppelt
Nicht zuletzt die eigene Forschung, Entwicklung und Konstruktion hat dem in zweiter Generation geführten Unternehmen zufriedene Kunden und zahlreiche Auszeichnungen beschert, wie etwa die dreimalige Ernennung zum Preisträger des Wettbewerbs „Bayerns Best 50“. Rund 350 Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass sich der Umsatz seit 2010 auf etwa 60 Millionen Euro weit mehr als verdoppelt hat. Dabei bekennt sich Unsinn klar zu seinem Standort und seiner Heimat Holzheim. Bis ins Jahr 2025 sollen hier im Rahmen der klar definierten Unternehmensstrategie rund 15 Millionen Euro in Maschinen und Anlagen, in die digitale Entwicklung, in Prozessoptimierungen sowie in verschiedene Neubau- und Nachhaltigkeitsprojekte investiert werden. Hierzu zählen die neu installierten Photovoltaikanlagen auf den Hallendächern, die etwa dreimal so viel Strom produzieren als verbraucht wird. Ein weiteres Vorzeigeobjekt ist die 2021 in Betrieb genommene hochmoderne Schweißerei. Ein klares Signal ist auch die Produktionsverlagerung der Hakenlifte für Abrollsysteme von Mönchengladbach an den Stammsitz nach Holzheim. Auch die Produktion von Komponenten soll hier zum Teil in Eigenregie übernommen werden. Denn eine hohe Fertigungstiefe sowie kurze Wege und Lieferketten gewinnen bei der Unsinn Fahrzeugtechnik zunehmend an Bedeutung – ganz im Zeichen von „Made in Germany.
