Wohl nicht zuletzt auf Reaktionen seitens des Handels zu den jüngsten Preiserhöhungen hin hat Husqvarna nachgebessert und ein Entlastungspaket für seine Fachhandelspartner geschnürt.
Konkret hoben die Ulmer ihre unverbindlichen Verkaufspreise auf der eigenen Website sowie im Husqvarna-Online Shop zum 5. Mai erneut um 5 Prozent an. Dies soll, wie es in einem Schreiben an den Handel heißt, selbigen bei der Preisargumentation gegenüber Endkunden unterstützen. Vorausgegangen war ein Aufschlag von 5 Prozent der Rechnung auf alle Lieferungen von Husqvarna ab dem 5. Mai 2022, ungeachtet des Zeitpunkts der Auftragsstellung. Dies hatte zur Folge, dass etliche Händler befürchteten, auf den Mehrkosten, bzw. der geminderten Marge bereits vorverkaufter Produkte sitzen zu bleiben. Betroffen davon waren vor allem Mähroboter und Traktoren.
Händlerveto offensichtlich angekommen
„Wir sind uns infolge einer Vielzahl von persönlichen Gesprächen bewusst geworden, dass viele von Ihnen bereits vor der Ankündigung bzw. Einführung trotz der bekannten gegenwärtigen Lieferschwierigkeiten und unvorhersehbaren Lieferzeiten in zum Teil erheblichen Umfang verbindliche Endkunden-Aufträge entgegengenommen haben. Wir möchten Sie in dieser schwierigen Situation natürlich unterstützen“, heißt es wörtlich in dem Schriftstück.
Garantiesätze werden erhöht
Um dem Mehraufwand der Handelspartner Rechnung zu tragen, wird Husqvarna ab dem 1. Juni 2022 zudem die Arbeitsvergütung für Garantiereparaturen um 10 Prozent anheben. Auch bieten die Ulmer ihren Händlern an, in bilateralen Gesprächen nach Lösungen zu suchen, sollte dies nach Rücksprache nötig sein. Noch bis zum 15. Mai können Händler in diesem Sinne ihre verbindlichen Endkundenaufträge per Mail an Husqvarna durchmelden.
