Husqvarna Präsident und CEO Henric Andersson
Husqvarna Präsident und CEO Henric Andersson (Quelle: Husqvarna)

Handel & Hersteller 2022-02-03T09:39:09.619Z Husqvarna vermeldet Rekordjahr

Die Husqvarna Group hat 2021 ein organisches Wachstum von 15 Prozent erzielt. Insgesamt stieg das Betriebsergebnis um 27 Prozent auf 5.684 SEK, die operative Marge belief sich auf 12,1 Prozent. Das entspricht einem Rekordergebnis.

Beflügelt wurde die gute Entwicklung insbesondere vom Stay-at-Home-Trend, wobei Husqvarna seine Marktposition in priorisierten strategischen Segmenten wie batteriebetriebenen Produkten, Robotermähern und Handhelds stärken konnte. Und dies trotz der Einschränkungen in den internationalen Lieferketten.

Im Detail stieg der Nettoumsatz von Januar bis Dezember 2021 um 12 Prozent auf 47.059 (41.943) MSEK. Das organische Wachstum betrug 15 Prozent. Wechselkursveränderungen schlugen mit -5 Prozent zu Buche und Akquisitionen mit 2 Prozent. Das Betriebsergebnis betrug 5.746 (3.669) MSEK, was einer operativen Marge von 12,2 Prozent (8,7) entspricht. Bereinigt um Posten, die die Vergleichbarkeit beeinträchtigen, stieg das Betriebsergebnis sogar um 27 Prozent auf 5.684 (4.484) MSEK, was einer operativen Marge von 12,1 Prozent (10,7) entspricht.

Starkes viertes Quartal

Auch im saisonal kleinsten vierten Quartal hat Husqvarna mit plus 17 Prozent ein anhaltend starkes Umsatzwachstum erzielt und das über alle Divisionen hinweg. Auch hier war die Entwicklung hauptsächlich von den Kernkategorien wie Mährobotern, batteriebetriebenen Produkten, Bewässerungslösungen und Handhelds getragen. Die Husqvarna Forest & Garden Division erzielte ein organisches Wachstum von 14 Prozent. Das organische Wachstum in der Gardena Division betrug 24 Prozent und wurde durch ein Wachstum von 24 Prozent im Zusammenhang mit der Akquisition von Orbit Irrigation ergänzt. Das Wachstum wurde zum Teil durch frühe Lieferungen an Handelspartner in Vorbereitung auf die bevorstehende Gartensaison getrieben. Die Husqvarna Construction Division verzeichnete eine starke Performance in den Hauptmärkten und ein organisches Wachstum von 21 Prozent, auch unterstützt durch eine verbesserte Marktsituation. Höhere Kosten für Rohstoffe und Logistik sowie unsere weiter erhöhten Investitionen in strategische Wachstumsfelder wirkten sich jedoch negativ aus, teilweise gemildert durch Umsatzwachstum und Preiserhöhungen.

Ausblick und Ambitionen

Um die profitable Wachstumsstrategie widerzuspiegeln, hat Husqvarna im Dezember 2021 neue Finanzziele vorgestellt. Demnach peilt man ein jährliches organisches Umsatzwachstum von 5 Prozent an. Ebenso eine operative Marge von 13 Prozent. Dabei setzt die Gruppe verstärkt auch auf Akquisitionsmöglichkeiten, um die organische Entwicklung in allen Divisionen zukünftig zu ergänzen und zu stärken. Innerhalb von fünf Jahren soll der Umsatz mit Mährobotern verdoppelt werden, ebenso die Anzahl der vernetzten Produkte und der Anteil der verkauften elektrifizierten Produkte soll auf zwei Drittel wachsen. Letzteres soll auch auf die Nachhaltigkeitsbilanz von Husqvarna einzahlen. Bisher habe man die CO2 Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2015 um 27 Prozent reduziert. Ziel bis 2025 ist es, diese auf -35 Prozent zu drücken.

Auch für die kommende Saison sieht sich Husqvarna gut aufgestellt. Demnach geht man zwar davon aus, dass die Herausforderungen hinsichtlich der globalen Lieferketten aufgrund der anhaltenden Pandemie auch 2022 bestehen bleiben. Man arbeite jedoch kontinuierlich daran, diese Herausforderungen zu meistern, einschließlich der Erhöhung der Lagerbestände in Vorbereitung auf die kommende Saison.

Mehr über die strategischen Ziele von Husqvarna im deutschen Markt lesen Sie in der Februar-Ausgabe von Motorist.

zuletzt editiert am 01. April 2022
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