Vor gut einem Jahr musste Remarc Insolvenz anmelden, nachdem das Unternehmen infolge eines branchenweiten Umsatzeinbruchs im deutschen Privatkundengeschäft in die Krise geraten war. Nun vermeldete man positive Nachrichten. Demnach ist die Restrukturierung gelungen.
Einfach sei die Lage nicht gewesen, doch erste Maßnahmen hätten bereits positiv verfangen – so äußerte sich Insolvenzverwalter Dr. Immo Hamer von Valtier zuletzt im September 2025 gegenüber Motoris t, nachdem die Remarc GmbH ein gutes halbes Jahr zuvor die Zahlungsunfähigkeit hatte anmelden müssen. Sein Ziel war es, das in 6. Generation geführte Unternehmen tragfähig aufzustellen. Nun ist der Restrukturierungsprozess abgeschlossen. In diesem Zuge wurden Strukturen geschärft, Verantwortlichkeiten gebündelt und die technischen Kernkompetenzen klar definiert, heißt es aus Uplengen. Nicht Stückzahlen sollen künftig das Geschäft bestimmen, sondern ein bewusstes Agieren in der Nische. Angelehnt an das eigene Firmenmotto „Gebaut mit Wert. Seit 1835.“ besinne man sich zurück auf die Anfänge und das, was Remarc seit Jahrzehnten prägt, nämlich technische Gründlichkeit, hohe Fertigungstiefe sowie Produkte, die für langfristige Nutzung gebaut werden.
Drei Geschäftsbereiche
So positioniert sich Remarc ab sofort klar entlang seiner drei Geschäftsbereiche Profi-Geräte für Garten- und Reinigungstechnik, Metallfertigung mit Pulverbeschichtung und Montage in Lohnfertigung sowie OEM- und Private-Label-Fertigung inklusive fertigungsgerechter Konstruktion, Serienoptimierung, Metallfertigung und Montage. Die Lohnfertigung versteht sich als verlängerte Werkbank für industrielle Partner – von Einzelteilen bis zu kompletten Baugruppen. Dabei setzt das Unternehmen im Bereich Profi-Geräte auf Funktion, Haltbarkeit, Reparierbarkeit und langfristige Ersatzteilverfügbarkeit. In der Metallverarbeitung stehen die durchgängige Prozesskette und einbaufertige Baugruppen im Vordergrund. In der OEM- und Private-Label-Fertigung will man fertigungsgerechte Entwicklung und Serienoptimierung bieten. Konstruktion und Produktion greifen dabei direkt ineinander. Entwicklungsprojekte können eigenständig beauftragt oder als Einstieg in die Fertigungskette genutzt werden.
Modernes Werk als Plus
„Remarc mit seinen drei Geschäftsbereichen konzentriert sich konsequent auf langlebige Metalltechnik und professionelle Maschinen. Unsere Stärke liegt in Fertigungstiefe, klaren Konstruktionen und technischer Verantwortung“, sagt Sven de Buhr, Vertriebsleiter OEM und Private-Label-Fertigung. Man verstehe sich bewusst als Nischenanbieter mit dem Anspruch, bei professionellen Anwendern und industriellen Partnern als Referenz für langlebige Technik zu gelten.“ Die dafür notwendige Infrastruktur ist vorhanden. Erst 2024 hatte Remarc in Uplengen ein modernes Werk eröffnet. Die Fabrik entspricht dem Energiestandard KfW40+, verfügt über eine 600-kW-Photovoltaikanlage und bildet die Grundlage für eine integrierte Fertigungsstruktur.
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