zwei junge Menschen in Werkstatt vor Traktor Quelle: Lisa Schaetz / LBT e.V:
Die neue Berufsbezeichnung "Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk" unterstreicht den Anspruch des Berufsbilds in der Praxis. Quelle: Lisa Schaetz / LBT e.V:

Verbände & Organisationen

22. September 2021 | Teilen auf:

Imageschub für das Techniker-Berufsbild

Seit dem 9. Juni 2021 heißt der Bildungsabschluss in der LandBauTechnik nicht mehr „Landmaschinenmechaniker“ sondern „Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk“. Damit ist die Berufsbezeichnung nach vielen Jahren nicht nur einheitlich geregelt, sondern wird auch ihrem Anspruch gerecht.

Bereits seit Jahren hatte der LandBauTechnik-Bundesverband auf einen neuen Titel für die Berufsbezeichnung hingewirkt. Am 9. Juni diesen Jahres war es mit dem durch den Deutschen Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates verabschiedeten „Fünften Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften“ endlich soweit. Aus dem „Landmaschinenmechaniker“ wurde „Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk“.

Wichtige Anpassung

Die für die Branche wichtige Anpassung steht in Anlage A der Gesetzesvorlage unter der Nummer 21: Hier wird das Wort „Landmaschinenmechaniker“ durch die Wörter „Land- und Baumaschinenmechatroniker“ ersetzt. Nach über 20 Jahren des „Bohrens dicker Bretter“ haben es die beiden Wortelemente Baumaschinen und Mechatroniker nun auch offiziell in die Berufsbezeichnung geschafft, heißt es beim LBT. Damit folgt man der schon lange bestehenden Bezeichnung des Gesellenberufs: Land- und Baumaschinenmechatroniker. Vor allem aber spiegelt sich die große Breite des Berufs nun auch im Namen des Meistertitels und damit des höchsten Berufsabschlusses der Branche. „Mit dem Mechatroniker wird die Berufsbezeichnung der heutigen, modernen Landtechnik angepasst und aufgewertet. Ein großer Erfolg“, findet Bundesinnungsmeister Leo Thiesgen.

Beispiel für erfolgreiche Verbandsarbeit

„An diesem Beispiel zeigen wir wieder einmal, dass wir als Bundesverband erfolgreiche Verbandsarbeit in Berlin betreiben“, unterstreicht Ulf Kopplin, Präsident des Bundesverbands. Und LBT Ehrenpräsident Franz-Josef Borgmann freut sich stellvertretend für das gesamte Ehren- und Hauptamt des Verbands: „Das ist auch für mich eine große Freude, dass unser Beruf und unser Handwerk nun endlich eine moderne, dem heutigen Stand der Technik angepasste Bezeichnung erhalten hat. Schon lange haben wir auch auf diesen Meistertitel gewartet!“

Zentrale Änderungen

Mit ihm wurden zugleich elementar wichtige Änderungen beschlossen, die sich zu großen Teilen auf die Meisterprüfung, ihre Umsetzung, Zulassung und Anerkennung beziehen. „Viele Fragen, zum Beispiel zur rückwirkenden Umbenennung oder auch zukünftigen Außendarstellung, werden wir in den nächsten Wochen näher beleuchten“, verspricht LBT-Geschäftsführer Ulrich Beckschulte. „Es sind bei fast allen Satzungen von Innungen und Verbänden entsprechende Änderungen zu vollziehen. Auch sind die Handwerkskammern und Berufskollegs zu informieren, damit die Änderungen auch bald in die Tat umgesetzt werden“, ergänzt LBT Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Oelck. Für die Organisation des Verbands ergeben sich damit wichtige praktische und strategische Aspekte. Zunächst müssen alle Verbandsstufen, insbesondere die Innungen prüfen, inwieweit sie ihre Namen und Satzungen anpassen müssen. „Es kann eben nun keine Innung für das Landmaschinenhandwerk mehr geben. Dieses sollte schnellst möglich umgesetzt werden“, sagt Oelck. Entsprechende Informationsschreiben seien bereits an die Landesverbände übermittelt worden. Die Namensanpassung in Anlage A eröffnet allen Verbandsteilen, insbesondere den Innungen und Landesinnungen, zudem nunmehr ganz neue Akquisemöglichkeiten: In der neugefassten Anlage A sind Baumaschinen nun als Teil des Handwerks gelistet.