Maurice Küll (Quelle: privat)

Handel & Hersteller

19. June 2022 | Teilen auf:

Generation Yes: Maurice Küll

Generation Yes In dieser Serie stellt Motorist engagierte Jungunternehmer/innen vor, die für sich im Motorgeräte-Fachhandel eine Perspektive sehen und den Drive haben, den Markt mitzugestalten. Diesmal im Portrait: Maurice Küll.

Maurice Küll, 28 #Kfz-Mechatroniker #Verkäufer aus Leidenschaft #Sport- und Motorradfan #Gelegentlicher Baumdienst-Bodenmann #2. Generation Küll Gartentechnik

Arbeit gibt es immer genug, gerade wenn man im selbstständigen elterlichen Betrieb tätig ist. Das weiß Maurice Küll nur zu gut. Dennoch wirkt der 28-Jährige bei der Videoschalte mit Motorist am Freitagvormittag trotz Saisonstart, bestem Wetter und entsprechender Nachfrage entspannt. Sich Zeit zu nehmen ist gewissermaßen sein Motto - für den ausgiebigen Kundenservice ebenso wie für das richtige Quäntchen Work-Life Balance.

Herr Küll, wie lange sind Sie bereits im elterlichen Betrieb und was hat Sie dazu bewogen?

M. Küll: Aktuell sind es etwa 5 Jahre. Ursprünglich hatte ich Kfz-Mechatroniker gelernt und anschließend anderthalb Jahre in dem Beruf gearbeitet. Das machte mir auch Spaß. Aber dann kam der Punkt, wo ich mich ehrlich gesagt nicht auch noch mit 50 beim Ölwechsel gesehen habe. Meine Eltern boten mir an, doch mal hier bei uns reinzuschnuppern. Und tatsächlich fand ich die Arbeit erfüllender.

Haben Sie eine besondere Rolle im Betrieb?

Ja und nein. Anfangs war ich vor allem in der Werkstatt, seit einem Jahr bin ich überwiegend im Verkauf, der mir auch wirklich viel Spaß macht. Irgendwie bin ich aber auch Junge für alles, wenn ich sehe, dass etwas schnell erledigt werden muss.

Was reizt Sie an Ihrer Aufgabe besonders? 

Die Beratung und die Kommunikation mit unseren Kunden machen mir wirklich viel Spaß, das ist absolut mein Ding. Auch das ganze Thema Akku ist spannend. Und natürlich schätze ich in gewissem Sinne auch die Freiheiten, die man im „eigenen“ Betrieb hat. Ich habe zwar wie alle im Team einen langen Arbeitstag, aber in der Gestaltung bin ich hier schon flexibler.

Wo sehen Sie aktuell die größte Herausforderung im Markt und welche Ziele setzen Sie hier?

Definitiv in der Digitalisierung und dem Thema Service. Gerade letzterer wird für uns auch als Verdienstquelle immer wichtiger. Wir denken in dieser Richtung daher auch immer wieder über neue Modelle nach, um unseren Kunden einfach ein bisschen mehr zu ermöglichen. Zum Beispiel einen noch schnelleren Ersatzteilservice oder die Reparatur vor Ort beim Kunden. Auch Verfügbarkeiten und steigende Kosten, z. B. für Ersatzteile, sind natürlich ein Thema. Ebenso, noch mehr Effizienz in interne Abläufe wie der Werkstattannahme etc. zu bringen. Oder auch die Mitarbeitersuche.

Wie sieht es mit der Herausforderung als Jungunternehmer in er Folgegeneration aus?

Den Betrieb immer so aufzustellen, dass er in unserer schnelllebigen Zeit Zukunft hat. Dabei ist sicherlich auch ein gutes Netzwerk unter den Händlern immer wichtiger. Den Mitarbeitern ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und den veränderten Anforderungen und Wünschen am Arbeitsmarkt gerecht zu werden.

Gibt es etwas, dass Sie anders machen würden als Ihre Eltern?

Im Großen und Ganzen sehen wir die Dinge eigentlich ähnlich. Ich achte vielleicht etwas mehr auf ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit. Wenn ich Feierabend oder Urlaub habe, dann bin ich auch wirklich nicht erreichbar. Das ist auch für das Team wichtig. Wer eine ganze Saison durcharbeitet, brennt aus.

Und was ist für Sie als Jungunternehmer der größte Wert?

Das ist eine große Frage. Natürlich will man, wenn man verantwortlich ist, den Betrieb so gut wie möglich erhalten und erfolgreich weiterführen.

zuletzt editiert am 21.06.2022