Ein freundlich lächelnder junger Mann steht vor einem großen Stapel frisch geschlagener Baumstämme und hält eine orangefarbene Husqvarna-Motorsäge in den Händen.
Sebastian Forster (Quelle: privat)

Handel & Hersteller 2026-10-21T13:42:33.466Z Generation Yes: Sebastian Forster

Generation Yes Auch das Jahr 2026 bietet wieder Gelegenheit, um über die nächste Generation im Motorgeräte-Fachhandel zu berichten und zu hören, wie die Macher von Morgen auf Herausforderungen und Chancen in der Motoristik blicken. Diesmal im Portrait: Sebastian Forster.

Sebastian Forster, 27 #KfZ-Mechatronikermeister #Motorradfan und Skisportler #Hobby-Viehwirt #3. Generation Forster - Technik für Garten und Wald GbR

Wenn sich etwas bewegt, ist Sebastian Forster vom Stand weg begeistert. Das war schon immer so. Bereits in Kindertagen zog es den Technikfan zu Großvater und Vater in die Motoristenwerkstatt direkt am Wohnhaus. Darum liebt der 27-jährige Motorräder - und Motoren sowieso. Auch nach dem Schulabschluss fiel Sebastian Forster die Berufswahl nicht schwer: Technik ist nun mal seine Leidenschaft. Dass es ihn schon kurz nach seiner Lehre und anschließender Meisterschule in den elterlichen Betrieb zog, kam somit nicht von ungefähr. Das soll jedoch nicht heißen, dass er nicht auch für andere Dinge ein Händchen hat. Als wäre die Selbständigkeit nicht schon Arbeit genug, erprobt sich die dritte Forster-Generation gerade als stolzer Halter von sechs Galloway-Rindern – auch als Hommage an die ländliche Region. Dieser ist Sebastian Forster ebenso verbunden wie dem Familienbetrieb, in dessen Geschäftsführung er im vergangenen Jahr aufgerückt ist.

Sebastian, du hat dich dazu entschlossen, deinen Eltern in die Motoristik zu folgen. Seit ein paar Jahren bist du bei Forster Technik für Garten & Wald aktiv, nun auch ganz offiziell in der Geschäftsführung. Wie genau sieht deine Rolle aus?

S. Forster: Wir sind ja eher ein kleinerer Betrieb mit nur wenigen Mitarbeitern, von daher mache ich eigentlich alles, wobei mir technische Aufgaben am meisten Spaß machen.

War es für dich denn schon immer klar, dass du mal in euren Betrieb einsteigst?

Irgendwie schon, auch wenn es mehr ein schleichender Einstieg war. In der Werkstatt mitgeholfen habe ich schon als Schüler. Nach meinem Schulabschluss 2015 habe ich dann aber erstmal woanders eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gemacht und danach auch direkt die Meisterschule absolviert. Schon während meiner Ausbildung habe ich in meiner freien Zeit hier bei uns mitgearbeitet. Nach der Gesellenprüfung war ich dann allerdings erst einmal für drei Tage die Woche in meinem ehemaligen Lehrbetrieb und drei Tage hier, bis ich 2021 nach bestandener Meisterprüfung vollständig bei uns eingestiegen bin.

Was reizt dich an deiner Arbeit?

Die Abwechslung. Es gibt immer wieder was Neues. Neue Technik, neue Projekte – das finde ich spannend.

Was siehst du aktuell als größte Herausforderung?

Ganz klar die Schnelllebigkeit, mit der sich Produktgruppen verändern. Man fragt sich immer, was kommt als Nächstes? Etwa bei Mährobotern oder auch Akkugeräten allgemein. Aber auch die allgemeine wirtschaftliche Lage ist gerade eine Herausforderung. Die teilweise noch hohen Lagerbestände sorgen für Preisverhau. Das alles macht zum Beispiel die Frühbezüge schwierig oder auch die Frage, worauf man sich fokussieren sollte. Das wird die nächsten Jahre sicherlich noch spannend.

Wo siehst du Chancen?

Im Service. Ich möchte gerne mehr Service-Verträge machen. Aktuell sind wir auch dabei, Wertgarantie mit ins Angebot zu nehmen, um die Kundenbindung zu verbessern. Und wir werden auch unseren Mietpark wieder aufrüsten, um Alternativen zu bieten, wenn ein Kunde zunächst nicht neu kaufen möchte oder kann. Insgesamt müssen wir uns aktuell aber nicht beklagen. Unsere Werkstatt ist immer gut ausgelastet.

Was gefällt dir an der Selbständigkeit an sich?

Das Schöne ist, dass man sich seine Arbeit selbst einteilen kann. Natürlich muss alles erledigt werden und man arbeitet auch schon mal länger. Sowieso ist das Handy immer in der Hosentasche. Viel schlimmer fände ich es aber, wenn der Tag wegen fehlender Arbeit nicht rumgehen will. Und man kann wie gesagt immer wieder auch mal was Neues ausprobieren.

Hast du denn da schon Konkretes im Sinn bzw. gibt es etwas, dass du grundlegend anders machen würdest als deine Eltern?

Das würde ich so nicht sagen. Wir arbeiten gut zusammen und ich finde es auch gut, auf eine zweite Meinung zurückgreifen zu können. Gerade renovieren wir unseren Ausstellungsraum und denken über einen Büroanbau nach. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, unsere Online-Präsenz noch weiter auszubauen. Auch das Thema KI im Betrieb habe ich auf der Liste.

Noch mehr Portraits in der Serie Generation Yes gibt es hier:

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zuletzt editiert am 21. Oktober 2026
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